Apostolische Gemeinschaft e.V.
Gemeinden Lünen und Bottrop preload preload
Archiv

"Ihr sollt mein Antlitz suchen"
Darum suche ich auch, Herr, dein Antlitz.

Psalm 27 ,8

Von seinem Kapitän beauftragt musste ein Schiffsjunge im Sturm den Mast hinauf klettern. Es war ein schlimmes Wetter. Die See war aufgewühlt und hohe Wogen bedrängten das Schiff, die Wellen trugen es in abgründige Tiefe und dann wieder in schwindelnde Höhe. Dem Schiffsjungen wurde es schlecht und er war in Gefahr abzustürzen.

Der Kapitän erkannte die gefährliche Lage, in der sich der Junge befand. "Schau nach oben Junge!" schrie er so laut er konnte..

Der Junge nahm seinen entsetzten Blick von den Wellen aus der Tiefe und richtete ihn nach oben. Das war seine Rettung. Der Blick zum Himmel rettete ihn und er konnte seine Aufgaben erfüllen.

Nicht jeder von uns kommt in die Lage dieses Schiffsjungen. Aber wenn unser Blick auf unser Leben fällt, so kennen wir auch die Situationen, in denen wir dringend den Blick noch oben richten mussten, um nicht in den Wellen der Trübsal und der Hoffnungslosigkeit unter zu gehen, wenn sich Abgründe des Entsetzens vor uns auftaten.. Wir drohten und drohen aus dem Gleichgewicht zu geraten und abzustürzen.

Der Psalm-Beter macht uns Mut. Trotz Gefahren und Nöte wendet er sich an Gott und erwartet von ihm Hilfe. Da gilt es sich selbst einen Ruck zu geben und sich zu ermahnen das richtige zu tun. In allen Lebenslagen soll man sich bewusst machen: Der Herr ist in meiner Nähe. Ich will seine Nähe, sein Antlitz suchen. Dazu müssen wir still werden, zur Ruhe kommen, die Freuden und die Nöte des Alltags mit Gott besprechen. In der Stille werden wir Gottes Gegenwart erfahren und daraus Kraft, Mut und Hoffnung schöpfen.

Wir sind von Gott eingeladen ihn mit offenen Augen und Sinnen zu erleben und seine Nähe zu erkennen. Dankbar dürfen wir dafür sein, das unser Gott ein gnädiger Gott ist und er da ist, wenn wir ihn suchen.

hb, BOT